Rauchmelder

Tests, Vergleiche und einfach alles was du über Rauchmelder wissen musst...

Rauchmelder Test

Rauchmelder retten Leben

Jeden Monat sterben rund 40 Menschen in Deutschland durch Brände - die meisten von ihnen in den eigenen vier Wänden. Am gefährlichsten sind dabei nicht Hitze und Flammen, sondern der Rauch: Rund 70 Prozent der Brandopfer werden dabei im Schlaf überrascht und sterben zu fast 90 Prozent an den Folgen einer Rauchvergiftung, denn auch unser Geruchssinn schläft nachts.

Damit haben die Betroffenen keine Chance, die Gefahr rechtzeitig zu bemerken und sich in Sicherheit zu bringen. Das gefährliche Rauchgemisch ist so tückisch und giftig, dass bereits wenige Atemzüge in kürzester Zeit zu Bewusstlosigkeit und Tod führen.

Fast 500 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen einer Rauchvergiftung

Hier können Rauchmelder helfen, Leben zu retten. Als Wächter vor Ort entdecken und melden sie einen Brand bereits im frühesten Stadium seines Entstehens und wecken die Bewohner durch ihren durchdringenden Alarm, so dass in der Regel noch genug Zeit bleibt, alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, die Feuerwehr zu alarmieren und so das Schlimmste zu verhindern.

Nachts entstehen nur ca. 35% aller Brände, aber fast drei Viertel aller tödlichen Brandunglücke passieren in der Nacht

Wenn man bedenkt, dass in Deutschland jährlich insgesamt rund 500 Menschen Opfer eines Brandes werden und circa 5000 Personen an Folgeschäden leiden, ist es erstaunlich, dass noch nicht jeder Haushalt mit einem Rauchwarnmelder ausgerüstet ist. Hinzu kommen Versicherungsschäden in Milliardenhöhe. Doch während in vielen Industriestaaten bereits seit längerem eine gesetzliche Rauchmelderpflicht gilt, ist in Deutschland - trotz Forderung von Brandschutz- und Sicherheitsexperten - die Installation von Rauchmeldern nicht einheitlich per Gesetz geregelt. Das Thema fällt in die Kompetenz der Bundesländer und wird über die jeweilige Landesbauordnung (LBO) geregelt. Dabei war ein möglichst effektiver Brandschutz schon seit jeher ein tief verwurzeltes Grundbedürfnis der Menschen, denn eine Feuerkatastrophe konnte ganze Familien, wenn nicht gar halbe Dörfer ins Unglück stürzen.

Rauchmelder - wichtiger Baustein für den Brandschutz

In jedem Haushalt ist die Liste möglicher Brandursachen lang und hat nur in den wenigsten Fällen mit Fahrlässigkeit zu tun. Brandgefahren lauern überall - vom Home-Office im Keller bis zum Dachstuhl. Ob TV-Gerät, Computer oder Videorecorder im Stand-by-Modus, überlastete Steckdosen, ein vergessenes Bügeleisen, überhitzte Heizdecken und Heizgeräte, der nicht ausgeschaltete Herd in der Küche oder fettverschmutzte Dunstabzugshauben - täglich lauern eine Unmenge Gefahren um uns herum. Meist sind defekte Elektrogeräte oder -leitungen an dem Unglück Schuld. Sie können die gefürchteten Schwelbrände auslösen, die über einen längeren Zeitraum unentdeckt giftige Gase produzieren und so zur tödlichen Gefahr werden. Fast jeder vierte Brand in einem privaten Haushalt ist darauf zurückzuführen. Und besonders gefährlich kann es darüber hinaus an Weihnachten oder Silvester werden - wenn Wunderkerzen Funken sprühen, Tannenbäume Feuer fangen oder Silvesterböller als Querschläger im Wohnzimmer landen. In all diesen Fällen haben sich Rauchmelder als vorbeugende Brandschutzmaßnahme bestens bewährt. Sie können Brände zwar nicht verhüten, aber sie können sie so früh erkennen, dass größerer Schaden verhindert wird.

Jeder vierte Brand in Privathaushalten entsteht durch ein Elektrogerät

Wie Brandschutz in der Vergangenheit aussah, hat Guido Deges von der Hager Tehalit Vertriebs GmbH & Co. KG in seiner kleinen Historie des Brandschutzes für das Forum Brandrauchprävention e.V. anschaulich dargestellt:

War man früher auf Menschen als „Brandwächter“ angewiesen, brachte der technische Fortschritt gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine erste Wende, als Siemens & Halske 1851/1852 den ersten elektrischen Feuermelder erfand: Mit Hilfe unterirdisch verlegter Kabel wurden in Berlin rund 40 Feuermelder miteinander vernetzt - es war das erste derartige System weltweit. Allerdings musste derjenige, der den Brand entdeckte, den Feueralarm noch immer von Hand auslösen.

Ein erster Versuch eines „automatisierten“ Brandalarms, ausgelöst durch Rauch, ist in einer Patentschrift des Jahres 1894 dokumentiert. Allerdings mit unseren heutigen Tierschutzbestimmungen war diese Lösung nicht vereinbar, denn es mussten zwei Vögel als „lebende Rauchmelder“ herhalten und im Fall des Falles unfreiwillig ihr Leben opfern. Die wenig tierliebe Konstruktion funktionierte folgendermaßen: Wenn beide Vögel aufgrund einer Rauchvergiftung tot von der Stange fielen, schloss sich ein Stromkreis und die unfreiwilligen Rauchmelder lösten mit ihrem Gewicht den Feueralarm aus. Ein Fehlalarm - wenn etwa eines der Tiere eines natürlichen Todes starb - wurde durch die „Zwei-Melder-Abhängigkeit“ ausgeschlossen.

Die ersten Geräte zur Brand-Prävention meldeten keinen Rauch, sondern reagierten auf übermässige Wärme

1902 ließ dann der englische Elektroingenieur George Andrew Darby aus Birmingham seinen elektrischen Hitzemelder patentieren: Anstatt Rauch nutzte er Wärme als Auslöser: Wenn die Temperatur einen kritischen Wert überstieg, wurde ein elektrischer Stromkreis geschlossen, indem ein Stück Butter zwischen zwei Kontaktplatten schmolz und ein Warnsignal ertönte.

Ein knappes halbes Jahrhundert später - im Jahr 1947 - patentiert die Schweizer Firma E. Meili & W. Jaeger aus Bern den ersten kommerziellen Rauchmelder. Ihre Erfindung, der Ionisationsmelder, funktioniert im Prinzip bis heute, da er jedoch ein schwach radioaktives Präparat enthält, ist dieser Melder in den meisten Ländern nur noch selten im Einsatz.

Eine Steigerung von Rauchmeldern in anderen Ländern führte gleichzeitig zu einer Senkung der Brandtoten

Um das Jahr 1950 wurde dann der erste automatische Temperaturmelder vermarktet und 1964 kamen die ersten Streulicht-Rauchmelder in Europa auf den Markt und begannen den Ionisationsmelder zu verdrängen, denn das Umweltbewusstsein war mit den Jahren enorm gewachsen. Der erste batteriebetriebene Melder soll 1969 von Randolph Smith und Kenneth House in den USA patentiert worden sein. Als Ende der 1970er Jahren Geräte mit Batteriebetrieb in größeren Mengen auf den Markt kamen, wurden Rauchmelder damit theoretisch für jede Wohnung und jedes Haus nutzbar.

Mittlerweile - Seit Juni 2006 - unterscheidet der Markt auf Basis verschiedener DIN-Normen zwischen professionellen „Rauchmeldern“ für Gewerbe und Industrie (DIN EN 54-7) sowie den so genannten „Rauchwarnmeldern“ oder „Heimrauchmeldern“ für den privaten Wohnbereich und kleinere Unternehmen ohne Brandmeldeanlage (DIN EN 14604).

Rauchmelder für den gewerblichen Sektor

Als Rauchmelder werden korrekterweise jene Sensoren bezeichnet, die erhöhten technischen Anforderungen genügen müssen und in erster Linie dem Sachschutz dienen. Brandmeldeanlagen überwachen in der Regel Gewerbeimmobilien - wie Kaufhäuser oder Hotels - und kosten mehrere tausend Euro. Sie arbeiten als Teil von Brandmeldeanlagen, schlagen dabei selbst keinen Alarm, sondern übermitteln ihre Messdaten im Gefahrenfall an eine Zentrale oder direkt an die Feuerwehr.

Rauchwarnmelder für den privaten Bereich

Rauchwarnmelder hingegen haben neben dem Sensor zum Erkennen von Rauch auch eine eingebaute Alarmfunktion. Die Geräte arbeiten selbständig und werden entweder übers Stromnetz oder über Batterien mit Energie versorgt. Im privaten Bereich - in Wohnungen und Eigenheimen sind heute fast ausschließlich Rauchwarnmelder im Einsatz. Ihre vorrangige Aufgabe ist in erster Linie der Schutz von Personen, die in einem Gebäude leben. Sie sollen rechtzeitig vor einem Brand gewarnt werden, vornehmlich, wenn sie schlafen, um sich im Gefahrenfall schnell in Sicherheit zu bringen.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird allerdings die genau definierte Trennung zwischen „Rauchwarnmelder“ und „Rauchmelder“ wesentlich weniger streng gehandhabt - DIN-Normen hin, DIN-Normen her.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Die weitverbreitesten Rauchmelder sind optische Rauchwarnmelder. Wie der Name sagt, erkennen sie den Rauch optisch. Die kleinen Lebensretter sind im Prinzip nicht größer als eine Tasse und in verschiedensten Formen und Farben erhältlich, so dass sie sich möglichst jedermann unauffällig in sein Zuhause integrieren kann. Auch wenn alle Modelle, je nachdem von welchem Hersteller sie stammen, ihre Besonderheiten haben, funktionieren sie im Großen und Ganzen nach dem gleichen Prinzip und ihre Funktionsweise ist weitestgehend identisch:

Die Rauchkammer bildet das Herzstück

Herzstück eines jeden optischen Rauchmelders ist seine „Rauchkammer“. Sie hat Kaskaden, durch die der Rauch einströmen kann. Diese sind so schmal, dass keine Insekten oder andere größere Partikel Fehlalarme auslösen können. In der Rauchkammer befindet sich eine Diode, die regelmäßig pulsierende Lichtstrahlen aussendet. Ohne (Rauch-)Partikel in der Luft kann der Lichtstrahl die Fotodiode jedoch nicht erreichen. Im Falle einer Rauchentwicklung strömen jedoch Rauchpartikel in die Rauchkammer hinein. Die Lichtimpulse treffen nun auf diese Partikel und reflektieren das Licht auf den Empfänger, die Fotozelle. Von dort wird die Meldung der empfangenen Lichtimpulse an den Prozessor weitergegeben. Dieser wertet das Signal aus und löst gegebenenfalls Alarm aus.

Rauchmelder, Brandmelder, Gasmelder oder Wärmemelder?

Brandmelder signalisieren den Ausbruch eines Brandes per Brandmeldeanlage an eine Zentrale beziehungsweise an die Feuerwehr und werden von großen Unternehmen in erster Linie für den Sachschutz eingesetzt. Gleichzeitig dient die Bezeichnung „Brandmelder“ im alltäglichen Sprachgebrauch aber auch als Sammelbegriff für präventive Brandschutzmodule.

Rauchmelder, Brandmelder, Gasmelder oder Wärmemelder?

Man unterscheidet dabei zwischen nicht-automatischen Brandmeldern, die beispielsweise - durch Einschlagen einer Glasscheibe und per Knopfdruck - von Hand ausgelöst werden sowie automatischen Brandmeldern, die eigenständig Alarm schlagen. Je nach Anforderung können verschiedenste automatische Brandmelder eingesetzt werden.

Die gängigsten automatischen Brandmelder sind:

Optische Rauchwarnmelder

Optische Melder sind derzeit die gängigsten Brandmelder-Varianten für den privaten Bereich. Sie sprechen auf Aerosole, das sind die bei Verbrennungen entstehenden Schwebeteilchen, an. Aus diesem Grund müssen sie immer genau dort installiert werden, wo sich die größte Menge an Verbrennungsgas konzentriert - und das ist in der Regel an der Decke.

Gasmelder

Kohlenmonoxid-Vergiftungen gehören zu den gefährlichsten überhaupt, da das Gas völlig geruchlos, aber extrem schnell wirksam und absolut tödlich ist. Gerade durch die Verwendung von Kunststoffen aller Art entstehen heute vermehrt gefährliche Brand- und Rauchgase - sowohl bei Wohnungs- als auch bei Industriebränden. Ein Gasmelder kann besonders Firmen, die mit gefährlichen Chemikalien arbeiten, gute Dienste leisten und rechtzeitig vor unsichtbaren Gefahren warnen, aber auch in Privatwohnungen, beispielsweise in Altbauwohnungen, die mit Gas beheizt werden.

Unter rauchgasmelder.net findet man übrigens eine gelungene Übersicht mit wichtigen Kaufmerkmalen, die bei der Wahl des richtigen Gasmelders unterstützen.

Wärme- / Hitzemelder

Ein Wärmemelder schlägt Alarm, wenn die Raumtemperatur einen bestimmten Maximalwert - in der Regel circa 60 Grad Celsius - überschreitet oder wenn die Umgebungstemperatur innerhalb einer bestimmten Zeit überdurchschnittlich ansteigt. Wärmemelder werden häufig in staubigen und rauchigen Räumen eingesetzt, wo normale Rauchmelder leicht einen Fehlalarm auslösen würden - als zum Beispiel in Werkstätten und Küchen. Darüber hinaus werden Wärmemelder auch gerne für den Sachschutz eingesetzt - wie etwa in Kaufhäusern, Fabrikhallen oder Büros.

Flammenmelder

Flammenmelder reagieren auf Licht, also auch den Schein des Feuers, den dies an die Umgebung abgibt. Sie funktionieren jedoch nur, wenn sie der direkten Lichteinstrahlung ausgesetzt sind. Je nach Bedarf, können sie auf Ultra-Violett- oder Infrarot-Licht reagieren. Sie kommen heutzutage nur relativ selten zum Einsatz - meist nur, wenn es sich um die Gefahr von brennendem Metall oder Wasserstoff handelt.

Mehrkriterienrauchmelder / Mehrsensormelder

Die Kombination von mehreren Sensoren in einem Detektor-Gehäuse wird Mehrsensormelder genannt. Diese Melder sind speziell für Industrieunternehmen interessant, weil sich ihr Spektrum relativ flexibel kombinieren lässt. Darüber hinaus können im Melder auch eine Sirene, eine Blitzleuchte oder ein Lautsprecher integriert werden.

Rauchmelderpflicht

In den USA sind heute rund 93 Prozent und in Großbritannien rund 90 Prozent der Haushalte mit den lebensrettenden Meldern ausgestattet. Beide Länder konnten seit Einführung der Rauchmelderpflicht ihre Brandopferrate um rund 40 Prozent senken. In Deutschland waren es laut dem Forum Brandrauchprävention e.V. im Jahr 2006 nur ganze 31 Prozent. Dabei ist die Situation in den Haushalten der einzelnen Bundesländer sehr verschieden, da die Pflicht zur Montage von Geräten in Deutschland auf Landesebene geregelt wird. Vorreiter war 2003 Rheinland-Pfalz.

Rauchmelderpflicht in den deutschen Bundesländern

Ende November 2012 sieht die Regelung einer gesetzlichen Rauchmelderpflicht in den einzelnen Bundesländern wie folgt aus:

Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

Rauchmelderpflicht in Bayern

Rauchmelderpflicht in Berlin

Rauchmelderpflicht in Brandenburg

Rauchmelderpflicht in Bremen

Rauchmelderpflicht in Hamburg

Rauchmelderpflicht in Hessen

Rauchmelderpflicht in Mecklenburg-Vorpommern

Rauchmelderpflicht in Niedersachsen

Rauchmelderpflicht in Nordrhein-Westfalen

Rauchmelderpflicht in Rheinland-Pfalz

Rauchmelderpflicht im Saarland

Rauchmelderpflicht in Sachsen

Rauchmelderpflicht in Sachsen-Anhalt

Rauchmelderpflicht in Schleswig-Holstein

Rauchmelderpflicht in Thüringen

Rauchmelder Test

Jeder Einsatzbereich hat andere Anforderungen an einen Rauchmelder, weshalb es wichtig ist die Geräte miteinander zu vergleichen und nicht wild drauf los zu kaufen. Im privaten Wohnungsbereich müssen oftmals die Kriterien „günstiger Preis“ und „maximale Sicherheit“ gegeneinander abgewogen werden. Zuverlässigkeit spielt hier eine ganz entscheidende Rolle. Im Wohnungsbau zählen neben diesem Kriterium auch die Kosten für die Folgewartung. Hier spielen neben Zuverlässigkeit auch Langlebigkeit und ein geringer Wartungsbedarf eine große Rolle.

Welche Unterschiede gibt es bei Rauchmeldern

Wer also als Mieter oder privater Hausbesitzer beabsichtigt, sein Eigentum mit Rauchmeldern sicherer zu machen, sollte sich als erstes bereits im Vorfeld Gedanken machen, welche Lösung für die eigenen vier Wände am sinnvollsten ist und welche Anforderungen gestellt werden. Bevorzugt man Einzelmelder oder möchte man die Melder untereinander vernetzen? Welche Vorteile bringt eine Vernetzung. Möchte man Funkrauchmelder oder 230 Volt-Rauchmelder einsetzen? Und wann ist welche Lösung sinnvoll?

Bevor man sich für eine Lösung entscheidet, sollte man sich im Vorfeld über die konkreten Anforderungen Gedanken machen

Für besondere Anforderungen versuchen die Hersteller darüber hinaus immer mehr Lösungen zu entwickeln: Beispielsweise gibt es mittlerweile Rauchmelder für besondere Einsatzfälle, wie in Wohnwägen, sowie für die Bedürfnisse besonderer Zielgruppen, wie Gehörgeschädigte oder kleine Kinder. Was Kinder betriff, haben amerikanische Wissenschaftlicher zum Beispiel in einer Studie herausgefunden, dass die meisten von ihnen beim Alarmton eines Rauchmelders seelenruhig weiterschlafen. Die Lösung lautet: Eltern könnten entweder ihre Rauchmelder vernetzen oder die Idee der Amerikaner aufgreifen, einen Rauchmelder mit der Stimme einer Bezugsperson einsetzen.

Argumente für netzbetriebene Rauchmelder

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Für einen netzbetriebenen 230 Volt-Rauchmelder spricht zu allererst die doppelte Sicherheit, die sie bieten: Sie sind im täglichen Einsatz unabhängig vom Batteriebetrieb. Die Themen Batterie-Controlling und Batteriewechsel entfallen: Der Melder ist jederzeit betriebsbereit. Und sollte der Strom einmal ausfallen, tut das Gerät nahtlos per Batterie-Notstrom weiter seinen Job. Hier gibt es übrigens auch Geräte mit wiederaufladbaren Akkus für die Notstrom-Batterien, die fest ins Gerät integriert sind. Die Funktionsbereitschaft ist also optimal gewährleistet und - ein weiterer Vorteil - die Melder arbeiten weitestgehend wartungsfrei und verfügen über eine Selbsttestfunktion mit deren Hilfe Stromversorgung und Funktionalität des Gerätes regelmäßig getestet wird. Bei einer Fehlfunktion erfolgt automatisch eine Meldung. Das hilft auf jeden Fall Servicekosten zu sparen.

Besonders gut eignen sich netzbetriebene Rauchmelder für Neubauten und Ausbauten sowie für grundlegende Modernisierungen und Sanierungen von Wohneigentum, aber auch von Geschäfträumen. Hier können die Kabel für die Rauchmelder zusammen mit den Stromkabeln verlegt werden. Da diese Arbeiten in der Regel von Experten durchgeführt werden, kann man darüber hinaus sicher sein, dass die Grundinstallation fachgerecht durchgeführt wurde und so die Funktionsfähigkeit gewährleistet ist.

Einziger Nachteil - netzbetriebene Rauchmelder rechnen sich nur bei Neu-, Um- und Ausbauten, da die Verkabelung nachträglich ein immenser Kostenfaktor ist. Hier bietet sich an, funkgesteuerte Rauchwarnmelder einzusetzen.

Argumente für batteriebetriebene Rauchmelder

Batteriebetriebene Rauchmelder sind dagegen die ideale Lösung, wenn man nachträglich und ohne viel Aufwand seine vier Wände mit Rauchwarnmeldern nachrüsten möchte, da sie ohne zusätzliches Kabelverlegen installiert werden können und unabhängig vom Stromkreis funktionieren. Allerdings sollte man auf eine vollfunktionsfähige Batterie achten, da sonst der ganze Rauchmelder nicht funktioniert. Wie oft die Batterie gewechselt werden muss hängt von der Wahl der Batterie ab - Alkali oder Lithium stehen zur Wahl. Die Lithium-Batterien müssen in der Regel nur alle zehn Jahre gewechselt werden, während die Alkali-Batterien je nach Hersteller zwei bis drei Jahre ihren Dienst tun. Dafür kosten sie aber auch nur halb so viel wie die Lithium-Batterien.

Vernetze Rauchmelder versus Stand-alone-Geräte

Besonders bei größeren Wohnungen oder bei mehrstöckigen Eigenheimen ist es sinnvoll, den Alarm eines einzelnen Rauchmelders auch in einem anderen, unter Umständen weit entfernten Zimmer zu hören. Ein besonders wichtiger Fall ist zum Beispiel für Eltern die Sicherheit ihrer Kinder. Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass viele Kinder den Rauchmelder-Warnton im Schlaf nicht wahrnehmen und somit auch nicht darauf reagieren. Und auch wenn Kinder zum Beispiel am Tag den Brand mit ihrem Forscher- und Spieltrieb selbst ausgelöst haben sollten, reagieren sie meist so, dass sie extrem gefährdet sind: Sie verstecken sich oft aus lauter Angst, weil sie etwas angestellt haben.

Lohnt es sich, Rauchmelder zu vernetzen?

Sinnvoll ist eine Vernetzung von Rauchmeldern auch dann, wenn schwerhörige Personen mit im Haushalt leben. Eine weitere Hilfe ist hier auch ein spezieller Rauchmelder für Hörgeschädigte. Diese Spezialgeräte sind mit Blitz-Signalen ausgestattet oder haben als Zusatz vibrierende Pads, die im Kopfbereich des Bettes angebracht werden. Einige netzbetriebene Rauchmelder können darüber hinaus sogar an Alarmzentralen angeschlossen werden - eine interessante Variante für alleinstehende Personen, besonders wenn sie älter sind.

Eine Nachrüstung vernetzter Rauchmelder ist bei nachträglich eingebauten Rauchmeldern meist nur per Funk sinnvoll, da hier die teure Kabelverlegung entfällt. Es muss dazu in alle Melder ein zusätzliches Funkmodul eingebaut werden. Hier hat man die Wahl Funkmodule mit eigener Batterie einzusetzen, was auf jeden Fall zu empfehlen ist, da bei dieser Methode die Funktionsfähigkeit selbst völlig unbehelligt bleibt. Die Anschaffungskosten für funkvernetzte Rauchmelder liegen etwa beim drei- bis vierfachen eines Stand-alone-Geräts. Doch wer neu baut oder von Grund auf saniert, sollte auf jeden Fall die verkabelte Variante in Erwägung ziehen. Sie bietet größtmögliche Sicherheit, Wartungsfreiheit und kann in dieser Konstellation durchaus auch die kostengünstigere Variante sein.

Warum sich ein Vergleich bei Rauchmeldern lohnt

Weil es beim Kauf eines Rauchmelders um das heikle Thema Sicherheit geht - raten Experten auf jeden Fall, sich nicht auf ein NoName-Produkt zu verlassen, da hier die Qualität eher fragwürdig ist. Welche Auswirkungen Billigprodukte haben können, konnte man im Jahr 2004 erleben, als ein Fall von Produktpiraterie auf dem Markt für Rauchmelder für Furore sorgte: Damals wurde bekannt, dass es sich bei einer großen Anzahl von Rauchmeldern um wirkungslose, in China hergestellte Produktimitate mit gefälschten Prüfsiegeln der Stiftung Warentest oder der VdS handelte. Diese Rauchmelder wurden im Herbst 2004 bei Discountern und einigen Baumärkten zum Preis von 3 bis 4 EUR angeboten. Wikipedia: „Allein bei Aldi Süd wurden über 370.000 solcher Geräte verkauft. Es wurde vermutet, dass insgesamt mehrere Millionen dieser Geräte auf den deutschen Markt kamen.“ Das Thema Rauchmelder ist also ein weites Feld, wo der Rat eines Fachmanns vor dem Kauf sehr hilfreich sein kann und das Vergleichen verschiedener Marken und Geräte immer empfehlenswert ist.

Wie viele Rauchmelder benötigt man?

Mindestschutz Zusätzlicher Schutz
Single-Wohnung Schlafzimmer Flur
3-Zimmer-Wohnung Schlafzimmer & Flur Wohnzimmer, Arbeitszimmer & Küche
Einfamilienhaus Schlafzimmer, Flur & Gästezimmer Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Küche, Keller & Dachboden

Rauchmelder Marken & Modelle

Auf dem Markt gibt es Vielzahl namhafter Anbietern. Wer auf der Suche nach einem Rauchmelder ist, der hat also die Qual der Wahl. Doch es gibt ein paar Kriterien, die unbedingt beachtet werden sollten.

Rauchmelder und ihre Qualitätskriterien

Auf jeden Fall sollte man beim Kauf auf die Fertigung und Zertifizierung nach der DIN-Norm EN 14604 achten, die in Deutschland von der VdS Schadenverhütung GmbH und dem TÜV Kriwan ausgestellt wird. Das garantiert auf jeden Fall, dass Bauteile, Geräte und Systeme den höchsten Prüfstandards entsprechen.

Die DIN-Norm EN 14604 legt fest, dass jeder zertifizierte Rauchmelder:

Das heißt, eine LED-Anzeige, die die Gerätefunktion anzeigt, gehört beispielsweise nicht zu den Standardfunktionen. Sie wäre ein Add-on, das der eine oder andere Händler als Sonderfunktion anbietet.

Die preisliche Differenz der unterschiedlichen Modelle basiert in erster Linie auf

Q - Neues, unabhängiges Qualitätszeichen für Rauchmelder

Q-Qualitätssiegel für Rauchmelder

Ein weiteres, neues und unabhängiges Qualitätssiegel ist das „Q“ - es versteht sich als Ergänzung zur DIN-Norm und umfasst folgende Leistungs-Kriterien: Geprüfte Langlebigkeit, Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Sensibilität und eine zuverlässige Funktionsbereitschaft von mindestens zehn Jahren. Mit dem neuen Qualitätssiegel soll dem Verbraucher eine Einkaufshilfe an die Hand gegeben werden, um sich im Dschungel der Anbieter besser orientieren zu können. Denn „Qualität bedeutet Sicherheit“, so der Slogan. Und um die geht es im Markt der Rauchmelder schließlich.

Anbieter-Auswahl auf dem Rauchmelder-Markt

Ein großer Teil der Anbieter stammt aus Deutschland und gehört zu den Mittelständlern, die sich mit Nischenprodukten, Qualität und innovativen Technikideen einen guten Namen gemacht haben, z.B. GIRA aus Wuppertal, die sich mit exklusiven Design und hochwertiger Technik aus der Masse abheben. Oder FlammEx, die sich mit ihrer Qualität auch die Anerkennung der Profis erarbeitet haben. Daneben gibt es aber auch jene Anbieter, die sich für Qualität zu günstigen Preisen stark machen, dafür aber auf ausgefallene Extras verzichten oder weltweit agierende Konzerne wie Siemens und Bosch. Auch ein amerikanisches Unternehmen hat sich in Sachen Brandschutz einen guten Namen gemacht: Kidde - sie überzeugen mit soliden Produkten, die auf jahrzehntelanger Erfahrung basieren. Alle namhaften Unternehmen, die auf dem deutschen Markt ihre Rauchmelder anbieten, entwickeln ihre Produkte nach der DIN-Norm EN 14604, wie es seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben ist. Viele von Ihnen haben sich darüber hinaus der VdS-Initiative mit dem „Q“ angeschlossen, um ihr Qualitätsbewusstsein zu belegen.

FlammEX profi Rauchmelder

FlammEX Rauchmelder

Bereits seit vielen Jahren hat sich FlammEx profi einen Namen auf dem Brandschutzmarkt gemacht. Besonders bei Profis ist das Unternehmen beliebt, da sich die verschiedenen Melder nahezu unbegrenzt mit externen Geräten, wie zum Beispiel einer Telefonanlage, kombinieren lassen.

GIRA Rauchmelder

GIRA Rauchmelder

Die Firma GIRA - 1905 in Wuppertal gegründet - steht für innovative Brandschutzprodukte und ist bekannt für modernstes Design und höchste technische Ansprüche. Eines der neuesten GIRA-Produkte ist ihr Rauchmelder Dual/VdS. Wie alle GIRA-Produkte optisch ansprechend, verbirgt sich in seinem Innern „doppelte Sicherheit“: Er ist Rauchwarn- und Wärmemelder in einem. Der Vorteil ist, dass mit dieser Doppel-Sensortechnik unterschiedliche Brandarten - zum Beispiel ein Schwelbrand und ein Flüssigkeitsbrand - schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt schneller voneinander unterschieden werden können. Der duale GIRA Rauchwarnmelder eignet sich ebenfalls ideal für Räume, in denen sich Störeinflüsse nicht vermeiden lassen und „normale“ Rauchmelder aufgrund ihrer häufigen Fehlalarme ungeeignet sind.

ABUS Rauchmelder

ABUS Rauchmelder

ABUS wurde 1924 in Wetter an der Ruhr gegründet. Die Philosophie des Gründers August Bremicker war "Menschen das gute Gefühl der Sicherheit zu geben". Zu dieser Zeit vermochte wohl keiner anzunehmen welche wichtige Position ABUS in der heutigen Zeit im Bereich Sicherheit einnimmt. Das Produktsortiment reicht von Haussicherheit, Alarmanlagen, Rauchmeldern bis hin zu Schließanlagen. Die Auswahl reicht von optischen Rauchmeldern und dem Kombi-Gerät, dem Rauchwarn-/Hitzemelder, der die Messung des optischen Rauchmelders mit der präzisen Analyse der Temperaturveränderung in sich vereint.

Merten Rauchmelder

Merten Rauchmelder

Die Firma Merten aus der Nahe von Wiehl bei Gummersbach gehört zu Deutschlands größten und renommiertesten Anbietern für Systemelektronik. Im Rahmen der Sparte Haustechnik gehören auch Rauchmelder zum umfangreichen Programm des Unternehmens.

Hekatron Rauchmelder

Hekatron Rauchmelder

Die Hekatron Vertriebs GmbH mit Sitz in Sulzburg gehört bereits seit den siebziger Jahren zu den erfolgreichsten Herstellern von industriellen Brandmeldeanlagen und Schaltechnik. Das Unternehmen ist eines der größten Brandschutzhersteller Deutschlands. Neben anlagentechnischen Brandmeldesystemen gehören seit einiger Zeit auch hoch qualitative Heimrauchmelder zum Produktionsspektrum.

Elro Rauchmelder

Elro Rauchmelder

Seit vielen Jahren beliefert Elro vor allem Einzel- und Großhandelsketten sowie Baumärkte mit günstigen Produkten rund um die Elektrotechnik. Auch die Rauchmelder aus dem Hause Elro zeichnen sich durch ihre günstigen Preise aus.

Unitec Rauchmelder

Unitec Rauchmelder

Unitec ist ein Markenname der Intertec GmbH mit Sitz in Landau / Pfalz. Der Großimporteur und Hersteller von Licht- und Elektronikgeräten ist vor allem wegen seines Angebotes an Autopflegemittel und Fahrradzubehör bekannt, bietet neuerdings aber auch Rauchmelder.

Kidde Rauchmelder

Kidde Rauchmelder

Das US-amerikanische Unternehmen Kidde ist einer der größten Hersteller von Brandschutzprodukten weltweit. Das Unternehmen wurde 1917 von Walter Kidde gegründet und ist heute Teil der UTC Fire & Security Gruppe. Es besitzt weltweit über 100 Vertriebs- und Produktionsstätten. Die Rauchmelder von Kidde zeichnen sich vor allem durch ihre praktischen Funktionen und ihre Langlebigkeit aus. Langzeit Garantien von zehn Jahren gehört ebenfalls zu den Vorzügen von Kidde.

GEV Rauchmelder

GEV Rauchmelder

GEV produziert bereits seit 1990 Rauchmelder und Brandschutz-Produkte. Das Unternehmen hat an sich selber den Anspruch gestellt, auf Basis von Kundenwünschen, Rauchmelder direkt an die Wünsche der Nutzer anzupassen und ist in vielen Baumärkten zu finden. Produkt-Features sind unter anderem: Magnet-Montage, LED Funktionshinweise und vieles mehr, was die Produkte benutzerfreundlich machen. Leitspruch des Unternehmens: Genial, Einfach, Visionär.

Siemens Rauchmelder DELTA

Siemens Rauchmelder

Seit über 100 Jahren gehört Siemens zu den führenden Elektronik und Elektrounternehmen in Deutschland und der Welt. Der Konzern hat heute insgesamt über 700.000 Mitarbeiter. Bereits 1851/52 erfand Siemens & Halske in Berlin den ersten elektrischen Feuermelder. Das heißt, das Unternehmen befasst sich bereits seit über 100 Jahren mit dem Thema Brandschutz.

Bosch Rauchmelder

Bosch Rauchmelder

Das deutsche Traditionsunternehmen Bosch zeichnet sich vor allem durch Vielfältigkeit seines Produktionssortimentes und durch eine Vielzahl innovativer Produkte aus. Die Bosch Rauchmelder gehören mit Ihrem einfachen Design, der innovativen Notlicht-Funktion und der hochwertigen Technik zu den Highlights im Bereich Bosch- Sicherheitstechnik.

Pyrexx Rauchmelder

Pyrexx Rauchmelder

Pyrexx zeichnet sich durch sein Angebot an qualitativ hochwertigen Rauchmelder aus. Die Breite des Produktsortiments zeigt eine große Flexibilität - ob 1-Zimmer-Wohnung oder Einfamilienhaus - Pyrrex Rauchmelder lassen sich individuell anpassen und zeichnen sich besonders durch ihre Qualität und einfache Handhabung bei Installation und Wartung aus: Dank dem hauseigenen MHF-Montagesystem können die Geräte innerhalb von 30 Sekunden, fest und sicher zu montieren werden - ohne Schmutz oder Lärm durch Bohren und bei einem guten Preis-/Leitungsverältnis. Weiterer USP: Das Unternehmen bietet eine große Vielfalt an farbigen Gehäusen und hat wohl als einziges Unternehmen auch einen goldenen Rauchmelder im Sortiment.

Montage und Installation von Rauchmeldern

Rauchmelder lassen sich normalerweise ohne besonderes handwerkliches Geschick mit wenigen Schrauben und Dübeln, die dem Gerät beiliegen, montieren. Die benötigten Löcher gemäß beiliegender Montage-Anleitung in die Decke bohren, Dübel setzen und den Rauchmelder festschrauben: Eine umfangreiche Übersicht von verschiedenen Bohrmaschinen, Bohrhämmern und Akkuschraubern findet man zum Beispiel unter Elektrowerkzeug-Vergleich.de. Daneben besteht - je nach Hersteller - alternativ auch eine Befestigungsmöglichkeit mit Klebe- oder Magnetpads. Achtung: Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass die Melder bei dieser Montageform die Zertifizierung durch die VdS verlieren und bei ungeeignetem Untergrund kann es sein, dass sich das Gerät nach einiger Zeit von der Decke löst. In der Regel ist es danach defekt.

Die Standortwahl ist ein sehr wichtiger Faktor

Eine der wichtigsten Fragen ist jedoch, wo der Rauchmelder am besten angebracht werden soll, denn nur am richtigen Ort kann das Gerät rechtzeitig und zuverlässig den Alarm auslösen. Wer in einem Bundesland mit Rauchwarnmelderpflicht lebt, sollte hier unbedingt die vorgegebenen Bestimmungen beachten. In der Regel wird ein Rauchmelder im Kinderzimmer, im Schlafzimmer und im Flur - wenn dieser als Fluchtweg dient - vorgeschrieben. Wer einen Rundum-Schutz möchte, kann darüber hinaus auch einen Rauchmelder im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer anbringen.

Montage und Installation von Rauchmeldern: Der Standort ist entscheidend

In Küche und Bad sowie im Keller und auf dem Dachboden ist die Montage eines Rauchmelders nicht ratsam, da hier Staub oder Wasserdampf zu häufigen Fehlalarmen führen können, was wiederum die Lebensdauer des Rauchmelders verkürzen würde. Wer für diese Räume einen präventiven Brandschutz sucht, der sollte hier lieber einen Wärmemelder installieren, denn der ist wesentlich unanfälliger gegenüber Staub und Dampf, weil er normalerweise nur bei Temperaturen über 58 Grad Celsius anschlägt.

In einem Raum sollten mehrere Rauchmelder angebracht werden, wenn:

Besonderheiten für Rauchmelder in Fluren:

Besonderheiten für Rauchmelder bei Wandmontage:

Grundsätzliche Umgebungsbedingungen, die zu beachten sind, um die einwandfreie Funktion des Rauchmelders zu gewährleisten:

Die optimale Raum-Position

In privaten Haushalten gehören Rauchmelder in aller Regel unter die Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt. Am besten in der Raummitte platzieren.

Rauchmelder Standort: Die optimale Raum-Position

Einige Besonderheiten gilt es bei Rauchmeldern in Räumen mit schrägen Decken zu beachten:

Vernetzung von Rauchmeldern

Speziell bei größeren oder mehrgeschossigen Häusern sollten die Rauchmelder sinnvollerweise vernetzt werden, damit man auch in der übrigen Wohnung mitbekommt, wenn im Keller ein Notfall aufgetreten ist. Die Geräte werden dabei per Kabel- oder Funkverbindung untereinander verbunden. So melden im Brandfall alle Geräte Alarm und nicht nur das Gerät in unmittelbarer Nähe zum Brandherd. Hier gilt es beim Kauf darauf zu achten, dass die Rauchmelder vernetzbar sind.

Vernetzung per Kabel

Die Vernetzung per Kabel ist eine sehr gute Wahl für Neubauten oder größere Umbauten, denn alle Rauchmelder müssen untereinander mit einem 2-adrigen Kabel verbunden werden. Der Vorteil dieser Technik ist die maximale Zuverlässigkeit und die Tatsache, dass die Batterien des Melders geschont werden, da kein Funkmodul mit Strom versorgt werden muss. Ein Nachteil ist die schwierige Ortung des Alarm auslösenden Meldemoduls.

Vernetzung per Funk

Der größte Vorteil der Funkvariante ist die Flexibilität - das heißt, auch in bereits bestehenden Gebäuden können Funknetzwerke problemlos nachträglich realisiert werden, weil das Verlegen zusätzlicher Kabel entfällt. Stattdessen wird in jeden Rauchmelder im Netzwerk ein Funkmodul integriert und per Programmierung vernetzt. Die Alarmierung verläuft ähnlich wie bei der Verkabelung: Ein Melder entdeckt den Rauch, löst Alarm aus und informiert gleichzeitig alle anderen Melder im Netz. Manche Hersteller bieten zusätzliche Erweiterungen - wie Fernbedienungen oder Schalter - an. Damit lässt sich der Ursprungsort der Gefahr schnell und sicher orten.

Wartung - regelmäßige Kontrolle der Batterien

Rauchmelder sollten regelmäßig gewartet werden - am besten vom Fachmann

Batteriebetriebene Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis - das macht sie unabhängig und flexibel. Allerdings funktionieren sie nur einwandfrei, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien ausgestattet sind. Liefern die Batterien keinen Strom mehr, ist auch der Rauchmelder außer Funktion. Geräte, die der DIN-Norm EN 14604 entsprechen, erinnern jedoch circa 30 Tage bevor sie endgültig leer sind durch ein Tonsignal an den Batteriewechsel. Vorsichtshalber sollte man einmal im Monat die Funktionsfähigkeit per Testknopf überprüfen. Um die Lebensdauer und Funktionstüchtigkeit des Melders nicht zu beeinträchtigen, sollte man der Batterieempfehlung des jeweiligen Herstellers folgen und auf Billig-Batterien verzichten.

Alkali-Batterien für Rauchmelder

Aufgrund ihrer hohen Kapazität und langen Lagerfähigkeit verwenden viele batteriebetriebene Rauchwarnmelder Alkali-Batterien. Diese Melder sind in der Regel nicht unter 5 Euro zu bekommen und haben eine Lebensdauer - je nach Hersteller und Häufigkeit des Testalarms - von rund zwei bis drei Jahren.

Lithium-Batterien für Rauchmelder

Alternativ können Lithium-Batterien eingesetzt werden. Diese haben eine mindest doppelt so lange Betriebsdauer, kosten aber auch circa doppelt soviel. Hier bleibt einem der Batteriewechsel aber rund zehn Jahre erspart. Wer sich für Lithium-Batterien entscheidet, sollte beim Kauf der Rauchmelder darauf achten, dass diese auch mit Lithium-Batterien bestückt werden können. Lithium-Batterien geben eine höhere Spannung ab, so dass es bei manchen Rauchmeldern zu Fehlfunktionen oder Defekten kommen kann.

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